Am 4. Juni wurde die Saison 2021/2022 auf dem dritten Tabellenplatz beendet. Nach einer gelungenen Abschlussfahrt, beginnt circa fünf Wochen später auch bei der zweiten Mannschaft die Vorbereitung auf die Saison 2022/23. Am Montag, 11. Juli versammelt sich die Mannschaft zu einer ersten Einheit auf dem Trainingsplatz. Zahlreiche Trainingseinheiten sowie mehrere Testspiele sind bis zum Saisonstart geplant. So sind Testspiele gegen den FV Hambrücken II, TSV Stettfeld I, FC Forst II sowie gegen die FVgg Neudorf I geplant. Auch fand bereits die Auslosung zur ersten Pokalrunde statt. Hier darf man am 31. Juli bei der ersten Mannschaft des FC Huttenheim antreten. Alle Neuzugänge der zweiten Mannschaft sowie die genauen Spielansetzungen werden zeitnah veröffentlicht.
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Vorbereitungsspiele und Spielerpräsentation Erste Mannschaft
Am Sonntag 10. Juli (Anpfiff um 11.00 Uhr) bestreitet die neu formierte Erste Mannschaft des FC Olympia ihr erstes Testspiel der neuen Saison 2022/2023. Zu Gast im Kirrlacher Waldstadion wird hierbei der immens verstärkte und hoch ambitionierte Rhein-Neckar-Landesligist FV Brühl sein. Direkt im Anschluss an diese sicherlich interessante Begegnung wird unser Sportlicher Leiter Thomas Armbruster eine ausführliche Präsentation des neuen Spielerkaders vornehmen. Hierzu sind alle FC-Anhänger und Gäste herzlich in den Biergarten unseres Clubhauses eingeladen.
Weitere interessante Formtests auf Kirrlacher Rasen sind bereits vereinbart:
Mittwoch, 13.07. um 19.00 Uhr
FC Olympia – TuS Rüssingen
Sonntag, 17.07. um 14.00 Uhr
FC Olympia – TSG Pfeddersheim
Mittwoch, 20.07. um 19.15 Uhr
FC Olympia – FC Flehingen
Gelungene Sportwoche 2022
Bei bestem Sommerwetter durfte der FC Olympia das erste Mal seit 2019 wieder eine Sportwoche veranstalten. Das Programm eröffneten zwanzig Freizeitteams, die sich beim beliebten Gaudi-9m-Schießen duellierten. Am Ende stand mit dem KSV Kirrlach ein Kirrlacher Ortsverein als Sieger fest. Einen stimmungsvollen Auftaktabend beschloss DJ Dr. Kackfisch durch seine Beats und brachte das gut besetzte Festzelt zum Beben. Fronleichnam steht bei der Sportwoche traditionell im Zeichen der Jugend. Bei den Spielfesten der Bambinis sowie F- und E-Junioren kamen jedoch nicht nur die Kleinsten auf ihre Kosten, sondern auch die mitgereisten Eltern und Großeltern, die neben einem reichhaltigen Speiseangebot auch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen genießen konnten. Abends durfte der FC Olympia ein spannendes Relegationsspiel ausrichten: vor über 700 Zuschauern siegte hierbei der SV Langensteinbach mit 1:0 gegen den ASC Neuenheim und ergatterte sich den letzten noch freien Startplatz zur Verbandsligasaison 2022/23. Kulinarisch ging es am Freitagmorgen weiter: der Metzgermeister Uwe Wagner kredenzte wohlschmeckendes Wellfleisch, das reißenden Absatz fand. Nach einer kleinen Nachmittagssiesta traten motivierte „Alte Herren“ zu einem mit viel Lokalkolorit versehenen AH-Turnier an, welches nach spannenden Duellen auf dem Rasen einen harmonischen Ausklang an Bierstand nahm. Den von der Firma Sport & Mode gespendeten Bundesliga-Spielball konnte der FV Ubstadt als Sieger mit nach Hause nehmen. Last but not least – der bereits zum 13. Mal ausgetragene ALBW-Firmencup. Dieses Turnier für Firmen-Freizeitteams (Siegerteam: Gartengestaltung Xhylani) nahm am Samstag seinen sportlich sehenswerten Verlauf und mündete in die abendliche Livemusik mit „Rock da Bitch Deluxe“ sowie „Polly“. Eine gelungene Sportwoche ist somit schon wieder Geschichte. Zeit um DANKE zu sagen: DANKE an alle Organisatoren, Teilnehmer, Gönner, Förderer und vor allem an alle emsigen und tatkräftigen Helfer die diese Großveranstaltung durch ihren Einsatz erst ermöglicht und zu einem Erfolg haben werden lassen. Herzlichen Dank.
Relegation Verbandsliga
ASC Neuenheim – SV 1899 Langensteinbach 0 : 1 (0 : 1)
(mit freundlicher Genehmigung durch den ASC Neuenheim, Herrn Weisbrod)
Stimmungsvolles Relegations-Finale in Kirrlach: Der ASC Neuenheim bleibt nach dem 0 : 1 in der Landesliga, der SV Langensteinbach in der Verbandsliga!
Die Gesamtnote „Schwache Neuenheimer“ in der Überschrift des RNZ-Artikels vom 17. Juni ist ein allzu pauschales, nicht leistungsgerechtes Urteil! Sie gilt vielleicht für die erste halbe Stunde, als der ASC sich von der offensiven, aggressiven und strukturierten Gangart des Verbandsliga-Viertletzten überrumpeln lässt. Dazu das allzu frühe Gegentor (7.), das den danach tiefer als die Abendsonne stehenden Langensteinbachern in die auf Kontrolle ausgerichteten Karten spielt.
Doch in der folgenden Spielstunde hält die Mannschaft von Chefcoach Uli Brecht vor etwa 700 Zuschauer/innen couragiert, aber oft zu hektisch dagegen. Im vielfach bewährten 3-5-2-System – leider ohne die verletzt vermissten Levin Sandmann (Offensive) und Philipp Knorn (Defensive) – sind die Anatomen von da an in puncto Ballbesitz mindestens ebenbürtig und haben durchaus Möglichkeiten zum Ausgleich. Um es mit dem Finalspieltag Fronleichnam auszudrücken: Zum Bedauern der lautstarken ASC-Fantribüne schaffen es die Brecht-Jünger nicht, das kostbare Wasser der raren Chancen in den Wein der notwendigen Tore zu verwandeln.
Mehr als verbandsligalike erweist sich wie schon beim Halbfinale gegen den mittelbadischen Vizemeister 1. FC Ersingen in Forst die Neuenheimer Fangemeinde. Schon auf der Anfahrt im vollen Bus in ausgelassener Sangeslaune, feuern die vorwiegend jungen ASC-Anhänger/innen mit Niklas Eulentrop am Megaphon ihre Gelbhemden fast pausenlos an.
Frühe Führung spielt aggressivem SVL in die Karten!
Nach der ersten blauen Angriffswelle kann der ASC mit etwas Fußglück sogar schon nach vier Minuten in Führung gehen. Während die Fantribüne den Klassiker „Auf gehts’s, Neuenheim, schießt ein Tor!“ intoniert, zirkelt ASC-Freigeist Tarek Aliane den ersten Freistoß in den SVL-Strafraum. Am langen Pfosten grätscht Safer Sechser Boubacar Siby (Nr. 4) in seinem letzten starken Spiel für den ASC Neuenheim Zentimeter an diesem gefährlichen Ball vorbei (4.).
Kurz darauf schlägt der SVL auf der anderen Seite kaltblütig zu. Ein Eckball von der rechten Seite findet den Kopf des in die sträfliche Lücke stoßenden SVL-Verteidiger Robin Müller, der ASC-Torwart Daniel Tsiflidis mit seinem platzierten Geschoss unter die Latte keine Chance lässt (7.). Vor der Trinkpause trifft SVL-Ankurbler Joao Radelli mit seinem Fernschuss den Neuenheimer Posten (21.).
Nach der Trinkpause hält der ASC offensiv dagegen!
Diese Trinkpause inklusive motivierender Ansage des Trainer-Tandems Uli Brecht und Pierre Heidicker tut den ASC-Spielern und ihrer Comeback-Mentalität gut. Nach einer halben Stunde das erste beeindruckende Neuenheimer Ausrufezeichen. Der spielende Co-Trainer Marcel Hofbauer dribbelt sich auf der rechten Außenbahn energisch durch und adressiert eine Traumflanke über die SGL-Abwehr auf die andere Strafraumseite. Dort lauert der aktionsfreudige Zehner mit der Neun Tarek Aliane und nimmt den perfekt getimten Ball mit der Frechheit des smarten Freigeistes volley. Sein Prachtschuss zischt knapp am langen SVL-Pfosten vorbei (30.).
Wenige Minuten später wehrt ASC-Keeper Daniel Tsiflidis, der wie sein Pendant Patrick Fabry insgesamt wenig Handgreifliches zu befürchten hat, einen knackigen Schuss von SVL-Zehner Dominic Riedel zur Ecke ab (40.). Überhaupt scheint die Taktik des cleveren SVL-Coaches Sebastian „Effe“ Weber vor allem darauf abzuzielen, mit langen Bällen auf den quirligen, trickreichen Flügelflitzer Simon Anthony Leimann, dreifacher Torschütze im Halbfinale gegen den FV Lauda, und dessen scharfen Flachflanken vor allem auf SVL-Goalgetter Dominic Riedel (24 Saisontore) zum Abschluss zu kommen.
Nach dem Wiederanpfiff des exzellenten Regionalliga-Schiedsrichters Marc Heiker aus Sinsheim, der mit der ausgesprochen fairen Partie keinerlei Mühe hat und mit seinen Assistenten Luca Binder und Ludwig Schilling stets richtig entscheidet, geht es dem Verbandsligisten vor allem daran, das Spiel aus der Defensive heraus zu kontrollieren, den Landesliga-Toptorjäger Ben-Richard Prommer an die Kette zu legen und Neuenheim seelenruhig kommen zu lassen.
Nach halbstündigem Rasenschach will Neuenheim den späten Ausgleich!
Gut eine halbe Stunde lang sehen die etwa 700 Zuschauer/innen, darunter die ASC-Gründungsmitglieder Prof. Dr. Dirk Heinrich und Dr. Walter Herzog auf der schattigen Gegentribüne, eine Art Rasenschach mit Vorteilen für Neuenheim und gerecht verteilten gelben Karten.
Die beiden bis dahin besten Blauen Dominic Riedel, ein torgefährlicher Zehner wie aus dem Lehrbuch, und sein wieselflinker Teflon-Partner Simon Anthony Leimann mangels Pässen verbringen die restliche Spielzeit quasi in Quarantäne.Auf der anderen Seite gelingt es den von den Fans unermüdlich nach vorne skandierten Gelbhemden nicht, das Abwehr-Bollwerk um den ausgebufften SVL-Kapitän Thorsten Kraski ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.
ASC-Speedmaster Stefan Berger sorgt mit seinen Turbo-Dribblings und Power-Flanken aus dem Fußgelenk zwar für viel Trouble. An Zuspielen in die Spitze mangelt es Tarek Aliane, Boubacar Siby & Co. jedoch an der exakten Dosierung. Dem stets gedoppelten Saison-Torgaranten Ben-Richard Prommer fehlt im Duell des entschlossen zupackenden SV-Keepers Patrick Fabry zwei-, dreimal die entscheidende Fußlänge zum Ausgleich.
Zehn Minuten vor dem Abpfiff die letzte klare Möglichkeit für den konditionell fitteren Landesligisten. Einen Freistoß von Alexander Kerber, ebenfalls in seinem letzten ASC-Spiel, verlängert Ben-Richard Prommer mit dem Hinterkopf auf den langen Pfosten, den er jedoch um einen halben Meter verpasst (80.). Nach fünfminütiger Nachspielzeit pfeift Schiedsrichter Marc Heiker (TSV Kürnbach) das Finale im idyllischen Kirrlacher Waldstadion ab.
Der verheißungsvolle Lichtblick aus Neuenheimer Sicht: Die zahlreichen ASC-Fans hinter der Neuenheimer Bank feiern ihre enttäuschten Spieler mit Sprechchören und lindern ein wenig den Schmerz der verdienten, trotzdem mit einem Lucky Punch vermeidbaren Niederlage. Beim vom Verein spendierten Freibier nebst Grillgut und bei der spätabendlichen Rückfahrt im Mannschaftsbus weicht der Frust über den Nichtaufstieg der Genugtuung über eine herausragende Saison.
Kompliment und Dank an den großartigen Gastgeber FC Olympia Kirrlach!
Der Autor dieser Spielstory sagte dem RNZ-Reporter Wolfgang Brück nach dem Abpfiff: „Wir sind jetzt 44 Jahre ohne die Verbandsliga ausgekommen. Da halten wir es noch gut bis (mindestens) zum 45jährigen Bestehen des Anatomie-Sport-Club Neuenheim1978 e. V..im nächsten Jahr aus. Die Saison 2021/22 und die Relegations-Krimis in Forst und Kirrlach waren auch ein Erfolg für die positive Außenwirkung und die in den letzten entscheidenden Wochen enorm gestiegene mediale Reichweite des ASC Neuenheim.
Herzlichen Glückwunsch und Kompliment an den SV Langensteinbach, der sich den Verbleib in der Verbandsliga mit einer reiferen, abgebrühteren Gesamtleistung verdient hat. Ein Extra-Dankeschön geht an die Adresse de Veranstalters und Final-Ausrichters FC Olympia Kirrlach. Wie das vielköpfige FC-Team das stimmungsvolle Endspiel organisiert und die etwa 700 Gäste bestens gelaunt bewirtet hat: Das war wahrhaft olympisch! Unsere Gesamtnote für Eure Gastgeber-Leistung: Ganz stark!
Joseph Weisbrod (Text & Fotos)
ASC Neuenheim: Daniel Tsiflidis – Arik Edelmann, Dominik Räder (C), Famara Sanyang – Boubacar Siby, Oliver Kubis (68. Ralf Berger), Marcel Hofbauer (74. Alexander Kerber),Tarek Aliane, Lucas Ring – Ben-Richard Prommer, Stefan Berger
SV 1899 Langensteinbach: Patrick Fabry – Dominik Haramustek, Thorsten Kraski, Robin Müller, Joao Paulo Tardelli Rancano Rosa (84. Tim Kröbel), Steffen Roth – Nicolas Schiatti (82. Jan-Oliver Stachura), Simon Anthony Leimann (90. Nicolas Schmider) – Dominic Riedel, Lars Kuhn
Die FC-Sportwoche 2022 ist Geschichte, der „Olymp“ hat wieder einmal gebrannt-und wie!
Die FC-Sportwoche 2022 ist Geschichte, und es gilt an dieser Stelle allen Dank zu sagen, die zum Gelingen dieses Events beigetragen haben:
- Dem neu formierten FC-Festausschuss
- Allen aktiven und passiven Teilnehmern
- Der Bevölkerung aus nah und fern, gleich welchen Alters
- Der unzähligen ehrenamtlichen Helfern des Vereins ob an der Bar, am Grillstand, Bonkasse, Bierwagen usw.
Wieder hat sich einmal mehr gezeigt, dass man nur vereint zu großen Leistungen fähig ist.
Danke dafür!
Berichte Seniorenspiele am WE
Saisonfinale mit Auswärtssieg!
SpVgg Neckarelz – FC Kirrlach 0:3 (0:0)
Befreit von allen Abstiegs- bzw. Relegationssorgen machte sich der FC-Bus ins beschauliche Neckartal auf, um dort einen versöhnlichen Saisonabschluss hinzulegen.
Die gastgebende Spielvereinigung hatte noch die Chance auf den Relegationsplatz und entsprechend motiviert gingen sie auch in diese sportl. Auseinandersetzung.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt.
Kirrlach spielte über lange Strecken nicht zu konsequent, wie zuletzt gegen Mühlhausen, und eröffnete dem Gastgeber zahlreiche Einschussmöglichkeiten. Wäre da nicht der Kirrlacher Torwart Naumann gewesen, dann wäre die Angelegenheit nicht so gut ausgegangen. Er hielt was zu halten war und war Garant des späten Sieges. Als mit zunehmender Spieldauer bei sommerlichen Temperaturen Neckarelz konditionell abbaute, war er da, der Goalgetter Patrick Rödling und sorgte in der 72. Spielminute für die Führung. Diese wurde mit zunehmenden Druck dann in der 87. Minute durch Krämer (!) und Ockert in der Nachspielzeit zum 3:0-Endstand ausgebaut. Bravo FC – Trainerstab – und Betreuerstab. Die Klasse konnte gehalten werden. Auf ein Neues im August. (JJH)
SR: Marc Heiker (Kürnbach)
Zuschauer: 250
Punkteteilung zum Saisonabschluss
SV Oberderdingen I – FC Kirrlach II 1:1 (1:1)
Am letzten Spieltag musste man die lange Auswärtsfahrt nach Oberderdingen antreten. Man selbst hatte den dritten Tabellenplatz bereits sicher. Die Gastgeber benötigten jedoch dringend einen dreifachen Punktgewinn um nicht sicher abzusteigen. Es entwickelte sich ein schwaches Spiel bei schönstem Sommerwetter ohne zwingende Torchancen auf beiden Seiten. In der 16. Minute dann der erste Treffer des SV Oberderdingen. Mehrfach konnte die Kirrlacher Abwehr den Ball nach einer Standardsituation nicht klären und so stand Faton Abazaj am Ende goldrichtig und konnte um 1:0 einschieben. Danach war man etwas besser im Spiel, ohne allerdings an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen zu können. Lediglich nach einem schönen Zuspiel von Maik Oberacker auf Timo Kemptner wurde es gefährlich. Kemptner scheiterte allerdings am Torhüter, setzte jedoch nach und fand Mario Zelic, welcher zum 1:1 treffen konnte. Gleichzeitig war dies auch der Halbzeitstand.
In der Halbzeit wurde fleißig gewechselt. Dustin Hammer, Lars Heinz und Martin Dylla ersetzten Philipp Rothausky, Sebastian Deiß und den als Kapitän auflaufenden Manuel Heilig. In der zweiten Halbzeit passierte jedoch kaum etwas. Lediglich in den letzten 15 Minuten hatte man, wie in den letzten Wochen, zahlreiche Möglichkeiten. Allerdings wurden auch diese fahrlässig vergeben. Da aber auch die Gastgeber nicht mehr erfolgreich waren, beendete der Schiedsrichter nach sechs Minuten Nachspielzeit die Begegnung.
Interview mit M. Miltner
In der Kategorie „Was macht eigentlich…?“ beleuchtet der FC Olympia in loser Folge den Werdegang ehemaliger FC-Protagonisten.
Heute werfen wir einen Blick auf die weitere Laufbahn unseres früheren Verbandsligatorhüters, Mario Miltner.
(Das Interview führte unser Vereinsmitarbeiter Rainer Wirth)
Wie ist dein weiterer Weg nach der erfolgreichen Saison in Kirrlach verlaufen?
Nun sind es schon wieder fast drei Jahre her als ich das letzte mal für euch im Waldstadion im Tor gestanden habe – Verrückt wie die Zeit vergeht! Ich kann mich noch gut an die tollen Spiele vor allem gegen den VFR Mannheim, VFR Pforzheim (Pokalspiel) oder auch gegen den damaligen Meister VFB Gartenstadt erinnern.
Nun zurück zur eigentlichen Frage!
In den letzten drei Jahren ist natürlich einiges passiert. Zum einem konnte ich mein Studium im Bereich Steuerlehre im April 2021 erfolgreich abschließen und zum anderen entschloss ich mich relativ schnell, nach der schönen Zeit bei euch, mit dem aktiven Spielen aufzuhören. Grund hierfür war, dass ich im Sommer 2019 von meinem damaligen Torwarttrainer der Eintracht Frankfurt Profis, Moppes Petz, die Möglichkeit bekam, die Eintracht Nachwuchstorhüter (U17/U16) zu trainieren – dafür bin ich Moppes bis heute sehr dankbar.
Und um ehrlich zu sein bereue ich es keine Sekunde, frühzeitig mit dem aktiven Spielen aufgehört zu haben, da mir die letzten drei Jahre gezeigt haben, wie toll es ist, junge Talente auf Ihrem persönlichen und sportlichen Weg begleiten zu dürfen.

Welche Stationen/Aufgaben hast du seither bekleidet und wo treffe ich dich jetzt gerade an?Wie eben erwähnt, durfte ich nach meiner Zeit bei euch in Kirrlach für zwei Jahre, bis Sommer 2021, die Nachwuchstorhüter von Eintracht Frankfurt trainieren.
In dieser Zeit konnte ich auch mein Bachelorstudium erfolgreich zu Ende bringen, so dass ich nun im Steuerbereich bei einem mittelständischen Unternehmen als Teamleiter/Steuerreferent hauptberuflich tätig bin.
Zeitgleich ergab sich die Möglichkeit, halbtags im Nachwuchsleistungszentrum des SV Sandhausen die Stelle als Torwartkoordinator auszuüben. Da dies am besten mit meinem Hauptjob vereinbar war, schlug ich diverse Angebote von namhaften Bundesligavereinen als hauptamtlicher Torwarttrainer im Jugendbereich aus
Im September 2021 wurde ich dann vom Iranischen Fußballverband als Torwarttrainer der U23 Nationalmannschaft, dem Olympia Team, angefragt. Wenn ich ehrlich sein darf, musste ich nicht lange überlegen, ob ich die spannende Aufgabe als Nationaltorwarttrainer annehmen möchte. Ich hatte tolle Gespräche mit Mehdi Mahdavikia, ehemaliger Profi beim HSV und Eintracht Frankfurt, und derzeitiger Cheftrainer der U23 Nationalmannschaft. Mehdi Mahdavikia hat für das Projekt „Olympia 2024“ ein internationales Trainerteam zusammengestellt, in dem ich nun als Torwarttrainer agiere.
Bereits im Oktober 2021 hatten wir ein Trainingscamp in Teheran und direkt im Anschluss sind wir nach Dushanbe, die Hauptstadt von Tajikistan, geflogen, um drei Länderspiele gegen Nepal, Libanon und Tajikistian zu bestreiten. Alle Spiele konnten wir für uns entscheiden, so dass wir uns für das Finalturnier der Asienmeisterschaft in Usbekistan 2022 qualifizierten.
Gerade bin ich deshalb wieder mit Iranischen Nationalmannschaft unterwegs und ihr würdet mich eigentlich in der irakischen Hauptstadt Baghdad antreffen, wo zwei Länderspiele gegen die U23 Nationalmannschaft vom Irak stattfinden. Derzeit hängen wir jedoch noch in Istanbul fest, da wegen starken Sandstürmen die Flüge nach Baghdad gecancelt sind. Die beiden Länderspiele dienen als Abschlusstests für die am 01.06.2022 beginnende Asienmeisterschaft in Uzbekistan (AFC CUP U23). Am kommenden Samstag werden wir mit unserer Mannschaft über Istanbul nach Taschkent (Hauptstadt Uzbekistan) fliegen, um dann das erste Spiel bei der Asienmeisterschaft 2022 gegen Katar zu absolvieren. Weitere Gegner in der Gruppe sind Turkmenistan und der Gastgeber selbst.
Für welche Zeitperiode hast du dieses Projekt ins Auge gefasst? Und was könnte danach kommen, welche sportlichen Pläne und Ziele hast du?
Geplant ist, vorausgesetzt wir würden uns für die Olympischen Spiele 2024 in Paris qualifizieren, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt als Torwarttrainer für die Iranische U23 Nationalmannschaft tätig bin. Fakt ist, dass sich die Tätigkeit als Torwarttrainer bei der Nationalmannschaft gut mit meinem Hauptjob kombinieren lässt. Die Einsätze für den Iranischen Fußballverband sind überschaubar und mein jetziger Arbeitgeber unterstützt mich dabei, dass ich an den Hauptmaßnahmen wie Länderspiele oder Asienmeisterschaften teilnehmen kann.

Da ich erst am Anfang meiner Karriere als Torwarttrainer stehe, möchte ich mich nicht unter Druck setzen. Es hätte in den letzten drei Jahre definitiv schlechter laufen können. Es freut mich, dass ich in der letzten Zeit viele Möglichkeiten gehabt hätte, bei tollen Vereinen als Torwarttrainer hauptamtlich arbeiten zu können. Jedoch möchte ich erst mal nichts überstürzen und bis mindestens Mitte 2024 die Iranische U23 Nationalmannschaft begleiten und zeitgleich mit meiner Expertise unterstützen.
Zu guter Letzt: wann sehen wir Dich mal wieder im Kirrlacher Waldstadion?
Ich hoffe, dass ich es zur kommenden Saison mal wieder schaffen werde, bei einem euerer Heimspiele vorbeischauen zu können.










